Beinverlängerung
  Die OP
 
Die OP war eigentlich für den 18.6.2008 vorgesehen, doch am 13.6.2008 bekam ich einen Anruf, dass die OP einen Tag vorverlegt wird, also musste ich schon am 16.6.2008 in das Caritas Krankenhaus in Lebach! Aber was solls dachte ich, viel schlimmer kann das alles sowieso nicht werden und dann hab ich es schneller hinter mir. Also sind wir dann am 16.6 nach Lebach gefahren und dann kamen die Routine Kontrollen, wie Blut abnehmen oder Puls messen. Bei mir war soweit allles okay, war halt nur etwas aufgeregt. Auf meinem Zimmer lag dann Andrés (Gruß an dich), dem beide Unterschenkel mit dem Marknagel verlängert wurde. Er kam dafür extra aus Kolumbien und wir konnten uns nur Englisch unterhalten, aber das hat echt Spaß gemacht. Am Anfang hatte er erst sehr große Schmerzen, aber hinterher sind wir zusammen gelaufen und haben Musik über unseren Laptop gehört. Es stand dann noch das Gespräch mit dem Narkose Arzt an.  Er erklärte uns dann was alles passieren könnte und wie ich einschlafe, aber das kannte ich ja schon von meiner Knie OP! Wir haben ihn dann noch drauf hin gewiesen, dass ich auf das Schmerzmittel Dolantin allergisch reagiert habe bei der letzten OP und rote Flecken auf meinen ganzen Körper erschienen sind, wieder weg gingen und wieder kamen! Bei meinem Glück sollte ich damals dann auf die Intensiv Station kommen und hatte da mich echt erschreckt, doch zum Glück musste ich das nicht! Bekam nur Kortison. Dieses Mal haben sie dann ein anderes Mittel verwendet.

Mittags am 17.6.2008 war es dann soweit, nachdem ich meinen "Beruhigung- Schnaps" getrunken hab, kamen die Schwestern und brachten mich in den OP Raum. Meine Eltern sind noch bis dort mitgegangen. Klar war ich aufgeregt, aber auch froh das es endlich los ging, die Zeit vor der Operation ist immer komisch, aber irgendwie mag ich es auch, keine Ahnung warum. Dann gab mir dann der Narkose Arzt eine Nadel in den Arm für das Schmerzmittel. Als ich dann auf dem OP Tisch war bekam ich dann noch die Sauerstoff Maske auf, wo auch Schlafmittel drin war und ich einschlief...die OP begann.

Herr Prof. Betz sagte mir, dass er den Knochen durchbohrt und nicht sägt, weil das viel zu viel Wärme erzeugen würde! Dann, als der Oberschenkelknochen in zwei Hälften getrennt war setzte er den Fixateur mit insgesamt 6 Pins ein, 3 im oberen Stück vom Oberschenkelnknochen und 3 im unteren.
Die OP dauerte gar nicht so lange, nur knapp zwei Stunden. Als ich dann aufwachte hab ich ganz schön gezittert, ich hab dann in meinem benebelten Zustand gefragt warum ich so zittern würde, irgendjemand hatte mir dann gesagt, dass das normal sei ,weil es im OP Raum sehr kalt ist und so bekam ich eine Art Staubsauger unter die Decke, der dann warme Luft erzeugte! Nach einer Weile, als mir dann wieder warm war, bekam ich schon wieder so rote Flecken, ich dachte nicht schon wieder =( Warum immer ich? Aber diesmal war das nur durch die Aufkleber vom EKG! Zum Glück!! Danach kam ich dann auf mein Zimmer, ich war zwar sehr müde aber war erleichtert, dass soweit alles gut geklappt hat, aber das war ja auch kein Wunder, da mich Prof. Betz operiert hatte! Schmerzen hatte ich nur nach der OP und hab dann eine Tropf bekommen, bei dem ich dann auch sofort wieder eingeschafen bin! Gegen 23 Uhr wachte ich nochmal auf und ich schrieb meiner Mutter, die im Appartement waren, noch eine Sms, dass alles okay ist und ich auch keine Schmerzen mehr hatte, damit sie sich keine Sorgen um mich machen müssen und da war sie auch sehr froh. Genau so froh wie ich, dass meine Eltern da waren.
Am nächsten Tag ging es mir schon wieder relativ gut, nur noch etwas erschöpft!

Der Verband sieht zwar groß aus, aber der war nur dazu da, damit nicht alles voller Blut ist! Am nächsten Tag kam er aber schon wieder ab.
Natürlich hatte ich noch meine "sexy" Trombose Strümpfe an.

Und das ist er nun: Mein Fixateur, der mir nun 7 - 8 Monate erhalten bleibt. 


 
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