Beinverlängerung
  Vor der OP
 
Mit 2 Jahren hat man festgestellt, dass mein rechtes Bein verkürzt war.
Am Anfang war es vielleicht ein Unterschied erst von 0,5 cm doch von Jahr zu
Jahr wurde es dann immer mehr. Am Anfang waren wir jedes Jahr zur Kontrolle in der Uni Münster. Ich wurde vermessen und bekam entsprechende Rezepte für meine Schuherhöhung. Das eine OP anstand, war mir bewusst, doch nicht, wann der richtige Zeitpunkt war.     
2007 hab ich dann gemerkt, dass es einfach zu viel wurde, ich hatte 5,3 cm Unterschied und als ich dann meine Schuhe vom Schuhmacher mit 5 cm Erhöhung wieder bekam, konnte ich wirklich nicht gut in ihnen laufen.
Ich hab sie dann fast nie angezogen, sondern lieber meine älteren Schuhe mit
4,5 cm Erhöhung!

Es stand nun ein Gespräch in der Uni an. Eigentlich hatten wir uns vorher schon im Internet und auch in der Uni informiert über verschiedene Methoden zur Beinverlängerung. Einen Fixateur wollte ich nie!!! Es hieß auch in der Uni, dass ich wohl den implantierbaren Marknagel bekommen könnte. Darauf habe ich mich auch verlassen und konnte mich auch damit anfreunden. Beim Gespräch kam allerdings heraus, dass 1. die Wachstumsfugen noch nicht zu waren (ein Marknagel würde sie dann zerstören) und 2. ich auch eine X-Stellung am Knie habe, die korregiert werden muss und der dortige Professor sagte dann ich solle einen Ringfixateur bekommen. Meine Eltern und ich waren ganz schön geschockt und enttäuscht. Es war für mich nicht ganz einfach damit klar zu kommen, weil mir Jahre lang gesagt wurde, dass das mit dem Marknagel funktonieren wird, aber wenn dann einem von einem Tag auf den anderen gesagt wird und das eiskalt, dass ich doch einen Fixateur bekomme, ist man erstmal etwas fertig mit der Welt. Meine Mama hat dann zwei Tage im Internet recherchiert und einen Termin bei Prof. Dr. Betz im Saarland gemacht. Er ist spezialisiert auf Beinverlängerungen. Dort sind wir zwei Wochen später hingefahren. Ich habe noch nie einen so tollen Arzt erlebt. Er hat zwei Stunden mit uns geredet und auch gesagt, dass es aus den oben genannten Gründen wohl nur mit einem Fixateur ging. Aber den Fixatuer (nur am Oberschenkel) fand ich nicht so erschreckend wie den Ringfixateur und zu diesem Arzt hatte ich wirklich Vertrauen und so beschlossen wir die OP auf 2008 zu legen. Den Termin wählten wir so, dass er kurz vor den Sommerferien lag und ich dann die ganzen 6 Wochen Zeit habe, mich an den Fixatuer zu gewöhnen.

Der Termin war also für den 18.06.08 gewählt. Aber es kam noch alles anders.
Doch natürlich musste alles etwas anders kommen und am 01.03.08 bin ich beim Fußball spielen umgeknickt. Dabei sprang meine Kniescheibe heraus. Das war eine wirklich sehr schmerzvolle Erfahrung, deshalb hab ich sie direkt wieder selber reingemacht. Aber mein Knie hatte einen dicken Erguß und ich musste es ruhig stellen. Hier beim Chirurg war sonst nichts auf dem Röntgenbild zu erkennen.
Am 14.03.08 hatten wir noch mal einen Termin bei Prof. Betz, um die OP am 18.06.08 zu besprechen. Als er mein Knie sah, sagte er, dass es nicht ganz in Ordnung ist und schickte uns dort zum Röntgen. Die Diagnose war niederschmetternd. Die Kniescheibe saß absolut nicht da, wo sie hinsollte. Ich muss wohl noch erwähnen, dass ich von Anfang an ein instabiles Knie hatte (hab auch kein Kreuzband). Hat mich eigentlich nie sonderlich gestört, konnte alles machen, sogar Ski fahren.

Prof. Betz meinte nun, dass er das vor der Beinverlängerung operieren müsste und somit stand am 01.04.08 die Knie OP an. Auf diese Operation hätte ich gerne verzichten können, doch das Gute an der Sache war, dass ich in Lebach (Saarland), wo Prof. Betz operiert dann Alexander kennengelernt habe. (Hey Alex sei gegrüßt). Ihm wurden zu dem Zeitpunkt die Fixateure entfernt (er hatte einen am Oberschenkel und einen am Unterschenkel) und er hat 8 cm verlängert. So konnte ich schon mal sehen, wie so ein Fixateur aussieht. Auch lernte ich Dimitrios (auch Gruß an Dich) kennen. Er hat den Oberschenkel mit dem Marknagel verlängert und es war immer spannend das Klicken beim Verlängern zu hören. Meine Eltern waren die ganze Zeit bei mir. Man kann in Lebach an der Klinik Appartements mieten. Nach 5 Tagen konnte ich dann das Krankenhaus mit einer Knieklettbandage wieder verlassen. Musste jetzt viel Aufbautraining machen. Wir hatten schon Angst, dass mein Knie bis zur Beinverlängerung nicht mehr stabil wird, aber Dank meiner Mutter und meiner Physiotherapeutin Andrea, die auch in der Praxis von Janine arbeitet, hat es super geklappt. Ich danke Euch!!!
Am 07.05. konnte ich das erste Mal wieder mit dem Fahrrad zur Schule fahren. Das war ein tolles Gefühl. Endlich mal wieder frei sein, ganz ohne Krücken. Hab dann die Zeit bis zum 18.06.08 noch genossen. Es folgen jetzt noch ein paar Bilder. Einmal vor der Beinverlängerung. Hier seht ihr deutlich die Verkürzung im rechten Bein und von meinem Krankenhausaufenthalt bei der Knie OP.









Hier seht ihr meine Schuherhöhung von 5,0 cm.

Hier ist meine Narbe vom Knie von der OP im April. Aber halb so schlimm
es war halt nur noch nicht sauber gemacht worden;)


Das war meine Bewegungsschiene, da musste ich am Tag dann so 
30 Minuten üben.
 
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